Berlin für ein Wochenende!

Berlin ist nach London und Paris eines der beliebtesten Reiseziele innerhalb Europas, ins Besondere für Touristen, die aus den USA oder aus Asien stammen. Die Touristen machen 40 % der Besucher von Kinos, Theatern und Musicals aus. Doch nicht nur wegen der tollen kulturellen Ziele, sondern auch wegen des Geschichtlichen Hintergrundes ist Berlin als Reiseziel unglaublich empfehlenswert. Auf der so genannten Museumsinsel finden sich viele Musen, so auch das international bekannte Pergamon Museum in Berlin, in der Schätze aus der Pergamon Zeit unbeschreiblich eindrucksvoll präsentiert werden. Die Museumsinsel ist ein architektonisches Highlight und gehört daher auch seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Von Vorteil für jeden Reisenden in Berlin ist auch, dass viele Sehenswürdigkeiten relativ dicht beieinander liegen. Ganz in der Nähe des geschichtsträchtigen Brandenburger Tors, welches bis 1989 Symbol für die Teilung Deutschlands war und nun aus diesem Grund die Rückseite des 10-, 20- und 50 Euro Cent Stückes ziert, befindet sich das Kanzlerinnen Amt und der Deutsche Bundestag, der jede Woche die Pforten für Besucher aus aller Welt öffnet. Dies ist eine besonderes Entgegenkommen der Regierung. So kann man die Demokratie jederzeit, vorausgesetzt man meldet sich vorher an, hautnah miterleben. Besonderer Höhepunkt des fast 2 Milliarden Euro teuren Baus ist die Glaskuppel, von der man einen wunderschönen Blick auf Berlin hat. Von dort aus kann man auch ganz klar die Silhouette des Sony Centers bewundern.

Hier befindet sich das IMAX 3D, dass ein einzigartiger Besuchermagnet ist, da man hier eine Vielzahl von Spezialfilmen mit einer Spezialbrille in 3D sehen kann. Am Alexanderplatz, der in der DDR ein beliebter Treffpunkt war, offenbart die berühmte Weltzeituhr. Darüber hinaus kann man hier mit dem Lift bis hoch in den Fernsehturm aufsteigen und die Skyline einer Weltstadt erleben. Ebenfalls in der Nähe des frisch angestrichenen Brandenburger Tores liegt das umstrittene Holocaust Mahnmal, dass mittlerweile trotz anfänglicher Skepsis der Kritiker und der Bevölkerung absolut überzeugen konnte, obwohl zur Zeit einige Nachbesserungen angestellt werden müssen.

Hier kann man ganz einfach als Spaziergänger Schritt für Schritt in ein Meer aus Steinen abtauchen und durch die vielen schmalen Lücken andere Menschen im Vorbeigehen, wie durch Zeitlupe erscheinend betrachten und sich so an die vielen Millionen Juden erinnern, die im 2. Weltkrieg ermordet wurden. Doch in der Hauptstadt kann man sich nicht nur auch die Vergangenheit besinnen, sondern auch die Gegenwart feiern, indem man sich in einem der vielen Parks und Gärten entspannt, so zum Beispiel im Zoologischem Garten oder im Tierarten. Auch Einkaufen wird in Berlin im Kaufhaus des Westens oder in der Charlottenstraße zum Erlebnis. Natürlich sollte man sich das Nachtleben Berlins nicht entgehen lassen. Neben vielen Luxushotels wie dem Ritz oder dem Adlon kann man auch mit kleinerem Geldbeutel gute Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin Mitte oder Kreuzberg finden.

Sehenswürdigkeiten

Berlin ist, mit 891 Quadratkilometer, die Flächengrößte Stadt Deutschlands und hat viele Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. Das wohl inzwischen bekannteste ist das Brandenburger Tor. Es liegt sehr Zentral und ist eines der Wahrzeichen in Berlin. Das Brandenburger Tor liegt zwischen dem Reichstag und dem Potsdamer Platz und ist ein sehr beliebtes Ausflugziel, von vielen Millionen Besuchern, die jedes Jahr in die Stadt reisen. Das Tor ist Symbol für geschichtliche Ereignisse, wie den Mauerfall und die Wiedervereinigung. Das Brandenburger Tor weist eine Höhe von 20 Metern auf, ist 60 Meter breit und 11 Meter tief.

Im Zentrum der Stadt liegt auch der Tiergarten von Berlin, der bei Joggern und Spaziergängern sehr beliebt ist. Der Tiergarten besteht bereits seit 1527. Damals wurde er als Tier- und Lustgarten für die Königliche Jagd errichtet. Gleich angrenzend an den Tiergarten, findet man die Straße des 17. Juni. Ursprünglich wurde die Straße zur Verbindung zum Schloss Charlottenburg gebaut. Der Volksaufstand 1953, brachte der Straße ihren Namen.

Die Kaiser - Wilhelm - Gedächtniskirche liegt unweit vom Europa- Center entfernt. Diese Kirche wurde in Gedenken an Wilhelm I. gebaut, damit die Stadt den Ruf einer Weltstadt gerecht wird. Im zweiten Weltkrieg wurde die Gedächtniskirche beschädigt und da nur ein Turm erhalten blieb, beschloss man 1957 die Kirche komplett abzureißen. Der Turm sollte stehen bleiben und als Mahlmal dienen. Die Kirche wurde neu errichtet und 1961 eingeweiht.

Das Kaufhaus des Westens ist nicht zu übersehen. Es ist das zweitgrößte Warenhaus in ganz Europa. Hier findet man eigentlich alles, was das Käufer - Herz begehrt. Angefangen von Lebensmittel, über Textilien, bis hin zu Elektro - Artikeln, kann man hier alles kaufen. Das Gebäude wurde 1907 errichtet und gerade in in der Lebensmittelabteilung, wo es bis zu 1000 verschiedene Käsesorten zu kaufen gibt, sind ein wahres Highlight.

Das Schloss Charlottenburg gehört der Familie Hohenzoller und ist ein sehr prachtvolles Schloss in seiner Größe. Darüber hinaus hat das Schloss eine wunderschöne Parkanlage, die jährlich von Millionen Besuchern bestaunt wird. Das Schloss wurde in den Jahren 1695 bis 1699 erbaut und hat seitdem viele Umbauten erlebt.

Im Schlosspark, befindet sich ein Mausoleum, welches für Königin Luise errichtet wurde. Im Inneren befindet sich ein Marmorsarg der Königin. Auch der König Wilhelm III. , Kaiser Wilhelm I. und dessen Frau, sowie Prinz Albrecht, haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Das Gefängnis Plötzensee wurde 1879 erbaut, welches sechs Meter hohe Mauern hat. In den Jahren 1933 bis 1945 starben hier viele Gegner des Regimes, die entweder erhängt oder durch das Fallbeil starben. IN der heutigen Zeit ist das Gelände eine Justizvollzugsanstalt, wobei in der Nähe eine Gedenkstätte errichtet wurde.

Dieses dient als Mahlmal für die frühere Zeit, wo die Menschen durch den Nationalsozialismus, starben. Unweit der Justizvollzugsanstalt, befindet sich der Plötzensee. An diesem See befindet sich ein Freibad, eine Sportanlage und in der Nähe liegt ein angrenzender Friedhof.

Geschichte einer Stadt

Da es keine Gründungsurkunde gibt wird vermutet, das Berlin um das Jahr 1240 gegründet wurde. Die Markgrafen Johann I. und Otto III. hatten 1230 bereits die Nachbargemeinden Teltow und Barnim in ihren Besitz genommen und beschlossen nun, am nördlichen Ufer der Spree eine Stadt zu bauen.

Als eigenständige Stadt wird Berlin erstmals von Probst Simeon 1251 schriftlich erwähnt. 1280 bekam Berlin ein Stadtwappen, auf dem ein Bär abgebildet war und gab es bereits ein Rathaus und die Marienkirche. Zur Befestigung bekam die Stadt eine Wehrmauer. 1307 beschlossen Berlin und Cölln zu einer Stadt zusammen zu wachsen, was sich als eine kluge Entscheidung herausstellte, da die Zeiten in politischer Hinsicht verwirrend waren.

Ständig wechselnde Landesherren versuchten ihre Macht zu positionieren, aber die neue Stadt Berlin erwies sich als Bollwerk der Selbstständigkeit. Zum Zeichen ihrer Autonomie trat sie der Hanse bei. Das erste gemeinsame Rathaus entstand vermutlich um das Jahr 1390 und diente als Gefängnis, Gerichtsgebäude, Festsaal und Tanzboden. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wuchs Berlin zu einer relativ großen Stadt. Ende des 16. Jahrhunderts zählte die Stadt ca. 9000 Einwohner.

Der Dreißigjährige Krieg ging auch an Berlin nicht spurlos vorüber. Die Mark Brandenburg stand dem Krieg machtlos gegenüber und so wurde auch Berlin Opfer von Plünderungen durch marodierende Soldaten und Brandschatzungen. 1640 übernahm der junge Kurfürst Friedrich Wilhelm eine zerrüttete Stadt und schaffte es, mit Organisationstalent und Energie aus Berlin wieder einen blühenden Handelsplatz zu machen. Der Kurfürst beschloss, das Berlin wieder eine Befestigungsanlage bekam, die acht Meter hoch war und 13 Bastionen hatte. Diese Entscheidung verhinderte, das die Schweden 1675 Berlin einnehmen konnten. 1706 wurde das Zeughaus gebaut, das bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. Es war Friedrich der Große, der Berlin zu einer Großstadt machte.

Er gemeindete die Nachbarorte ein und sorgte dafür, das die Handwerker aus Sachsen, die die Innenstadt ausbauten, dauerhaft in Berlin blieben. Um die Bedeutung Berlins als Stadt der Offenheit und Großzügigkeit zu untermauern, wurde 1791 das Brandenburger Tor gebaut, das Symbol Berlins bis zum heutigen Tag. Nach dem Elend des Krieges 1813-1815 wuchs die Stadt rasch weiter. Neuer Wohnraum wurde gschaffen und knapp 20 Jahre später zählte Berlin über 300.000 Einwohner.

1888 im Dreikaiserjahr, erlebte Berlin eine neue Blütezeit. Unter Kaiser Wilhelm II. entstand das neue Stadtschloss und Berlin entwickelte sich zu einer weltoffenen Stadt, mit einer lebhaften Innenstadt, rund um den Kurfürstendamm und Unter den Linden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde aus städtebaulichen Gründen der Nahverkehr unter die Erde verlegt und 1902 fuhr die erste U-Bahn vom Stralauer Tor zum Potsdamer Platz. Als am 1. August 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, ahnte in der ersten Euphorie noch niemand, wie sehr Berlin unter diesem Krieg leiden würde. Der Hunger und das Elend dieser Jahre führte am 9. November 1918 zur Revolution und schließlich verkündete Philipp Scheidemann das Ende der Kaiserzeit und rief die deutsche Republik aus.

Zwischen 1933 und 1945 war Berlin die Hauptstadt des Dritten Reiches und wurde während des Zweiten Weltkriegs zu großen Teile durch Bomben und Häuserkämpfe, in Schutt und Asche gelegt. Im Mai 1945 erklärte die Rote Armee Berlin zum sowjetischen Sektor und riegelte die Stadt ab. Die Luftbrücke versorgte die hungernde Bevölkerung in den Jahren 1948/49. Berlin war zu einer Insel geworden, um die 1961 eine Mauer gezogen wurde und so Deutschland in zwei Staaten spaltete.

Am 9. November 1989 schließlich wurde Berlin wieder zur Hauptstadt eines vereinigten Deutschlands und ist heute nicht nur die größten Stadt des Landes, sondern auch eine der interessantesten Städte in Europa.